Die Feuerwehr Nidderau hat im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung am gestrigen Abend eine positive Bilanz für das Jahr 2025 gezogen und zahlreiche Entwicklungen sowie Meilensteine hervorgehoben.
Zu den zentralen Ereignissen zählten die Inbetriebnahme moderner, digitaler Sirenen im gesamten Stadtgebiet, die Indienststellung und Übergabe der neuen Drehleiter sowie eines neuen Kommandowagens. Zudem feierte die Feuerwehr Nidderau das Jubiläum „25 Jahre Brandschutzerziehung“. Mit den Erfolgen bei der Deutschen Meisterschaft und Qualifikation für die diesjährige Weltmeisterschaft setzte die Wehr auch sportlich ein Ausrufezeichen. Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme am Festwochenende zum 45-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Bad Deutsch-Altenburg in Österreich.
Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte investierten im vergangenen Jahr knapp 20.000 Stunden in Ausbildung, Einsätze und zahlreiche weitere Tätigkeiten. Zum Jahresende umfasste die Einsatzabteilung 190 aktive Kräfte – ein Zuwachs von zwei im Vergleich zum Vorjahr. Damit sieht sich die Feuerwehr Nidderau weiterhin gut aufgestellt.
Auch im Ausbildungsbereich blieb das Engagement hoch: Insgesamt 105 Lehrgänge und Seminare auf Kreis- und Landesebene stärkten die Qualifikation der Einsatzkräfte. Hinzu kommen weitere Ausbildungen innerhalb der Feuerwehr, so dass über die Hälfte aller ehrenamtlichen Stunden in die Aus- und Fortbildung investiert wurde.
Das Einsatzgeschehen verlief im Vergleich zum Vorjahr etwas ruhiger. Insgesamt rückte die Feuerwehr Nidderau zu 171 Einsätzen aus – 45 weniger als im Jahr 2024. Ergänzend fanden 16 Brandschutzerziehungen sowie 38 Brandsicherheitsdienste statt.
Ein genauer Blick auf die Einsatzarten zeigt, dass rund ein Viertel der Einsätze auf Hilfeleistungen entfiel. Mit nur drei Einsätzen weniger folgten die Fehlalarme. Brandeinsätze machten etwa 16 Prozent des Gesamtaufkommens aus. Auffällig war der deutliche Anstieg der Unterstützung für den Rettungsdienst, die um über 77 Prozent zunahm. Auch bei den Tierrettungen zeigte sich ein differenziertes Bild: Von zehn Alarmierungen führten lediglich vier zu tatsächlichen Einsätzen, während sich sechs als Fehlalarme, bei denen keine Tätigkeiten seitens der Feuerwehr von Nöten war, herausstellten. Zu beiden Themen stünde die Stadtbrandinspektion bereits im engen Austausch mit dem Main-Kinzig-Kreis.
Ein starkes Fundament für die Zukunft bildet weiterhin die Nachwuchsarbeit. Stadtjugendwartin Nicole Salamon berichtete von einer stabilen Entwicklung: 98 Mitglieder engagieren sich aktuell in der Jugendfeuerwehr, 82 Kinder in der Kinderfeuerwehr. Beide Bereiche boten im vergangenen Jahr erneut ein abwechslungsreiches und erlebnisreiches Programm.
In seinen Grußworten stellte Stadtbrandinspektor Christopher Leidner den Zusammenhalt und die besondere Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in den Mittelpunkt:
„Die Feuerwehr Nidderau, das sind wir alle gemeinsam. Einheit schafft Stärke. Ich danke jede und jedem Einzelnen von euch für euren unermüdlichen Einsatz, eure Verlässlichkeit und euer Engagement für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger.“
Mit Blick auf die Herausforderungen im Bevölkerungsschutz betonte er: „Ich bin lieber vorbereitet und brauche es nicht, als es zu brauchen und nicht vorbereitet zu sein.“
Neben dem Rückblick richtete Leidner auch den Blick nach vorn. Zentrale Projekte bleiben der Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses für Windecken und Ostheim, der Ausbau des Feuerwehrhauses Heldenbergen zu einem Logistik- und Bevölkerungsschutzstandort sowie notwendige Fahrzeugbeschaffungen. „Diese Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur weiteren Stärkung der Gefahrenabwehr und zum Schutz der Bevölkerung in Nidderau“, betonte Leidner.
Unter den Ehrengästen befanden sich Staatssekretär Christoph Degen, der Erste Kreisbeigeordnete Andreas Hofmann, Bürgermeister Andreas Bär, Kreisbrandinspektor Markus Busanni sowie Vertreterinnen und Vertreter des Magistrats.
Die Feuerwehr Nidderau zieht insgesamt eine positive Bilanz und sieht sich für kommende Aufgaben und Herausforderungen gut gerüstet.
