Der Katastrophenschutzzug der Feuerwehr Nidderau hat an diesem Wochenende an gleich zwei Tagen intensiv geübt. Angenommen wurde ein überörtliches, mehrtägiges Hochwasserszenario, bei dem die Einsatzkräfte die Unterstützung in einem stark betroffenen Gebiet sicherstellen sollten. Ziel der Übung war es, verschiedene Einsatzaspekte und insbesondere die eigene Organisation über mehrere Einsatztage hinweg zu trainieren.
Geübt wurde unter anderem das optimierte Verladen der Fahrzeuge, damit neben Einsatzmaterial auch Kleidung und persönliche Gegenstände für mehrere Tage sicher und übersichtlich verstaut werden können. Darüber hinaus trainierten die Einsatzkräfte das Fahren im geschlossenen Verband sowie den Aufbau einer eigenen Unterkunft für längere Einsätze. „Nur wenn solche Abläufe geprobt werden, können wir im Ernstfall professionell und handlungssicher arbeiten. Ein besonderer Dank gilt dabei nicht nur den Einsatzkräften, die diese Übung für den Katastrophenschutzzug zusätzlich zu ihren regulären Ausbildungen absolvieren, sondern auch den Maltesern Altenstadt für die Bereitstellung der Halle, die diese intensiven Trainings erst möglich gemacht hat“, so das Fazit von Stadtbrandinspektor Christopher Leidner. Zudem sei es Ziel, in konstruktiven Gesprächen ein praxistaugliches, einheitliches Konzept zu entwickeln, das alle organisatorischen und taktischen Anforderungen einbezieht.
Der Katastrophenschutzzug der Feuerwehr Nidderau setzt sich aus eigenen ehrenamtlichen Einsatzkräften zusammen. Er kommt immer dann zum Einsatz, wenn außergewöhnliche Lagen – wie großflächige Hochwasser, schwere Unglücksfälle oder ausgedehnte Vegetations- und Waldbrände – außerhalb der eigenen Stadtgrenzen eine Unterstützung erforderlich machen. Um trotz solcher überörtlicher Einsätze den Grundschutz in der Stadt Nidderau jederzeit gewährleisten zu können, haben die Mitglieder der Feuerwehr Nidderau ein umfassendes mehrseitiges Konzept entwickelt. Dieses dient als Grundlage für ein einheitliches, strukturiertes und professionelles Vorgehen und wird fortlaufend weiterentwickelt.
Das regelmäßige Üben ist dabei ein zentraler Baustein: Es stärkt die Einsatzbereitschaft, schafft Routine und stellt sicher, dass im Falle einer Alarmierung alle Abläufe reibungslos funktionieren.
