28. September 2021

🚒 Erleichterung – Erfolgreiche Personensuche in Nidderau

„Ein Menschenleben zu retten ist ein unbeschreibliches GefĂŒhl“, Ă€ußerte sich Stadtbrandinspektor Christopher Leidner sichtlich erleichtert einen Tag nach der erfolgreichen Personensuche „aber es ist genau dieser Grund, warum wir alle bei der Feuerwehr sind“. Sein Stellvertreter Markus MĂŒller ergĂ€nzte, dass sich die Hoffnung und HartnĂ€ckigkeit gelohnt hĂ€tten.

Am Freitagnachmittag kam ein 81-jĂ€hriger Mann aus Nidderau-Ostheim von seinem Waldspaziergang nicht zurĂŒck. Seine Familie war sofort besorgt, taten das einzig richtige und verstĂ€ndigten umgehend die Polizei. Noch am selben Abend wurde bis spĂ€t in die Nacht mit Hunden und einem Hubschrauber nach dem Vermissten gesucht. Am Samstag erfolgte dann eine enge Absprache zwischen Polizei und Feuerwehr, in dessen Zuge die Feuerwehr um Amtshilfe bei der Absuche gebeten wurde. Das immerhin fast 13 Quadratkilometer große WaldstĂŒck bei Ostheim sollte nun systematisch und koordiniert durchsucht werden. Rund 175 EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr Nidderau und Altenstadt sowie der Rettungshundestaffel Main-Kinzig durchsuchten fast acht Stunden lang das Waldgebiet zunĂ€chst erfolglos ab. Da noch einige Stellen fehlten, wurde am Sonntagmorgen die Suche weiter fortgesetzt. Hierbei wurden nun auch die Feuerwehren aus Hammersbach und Limeshain hinzugezogen. Rund 80 EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr Nidderau starteten, zwei NĂ€chte nach dem Verschwinden, wieder die beharrliche Suche.

Es war 12:45 Uhr als die erlösende Mitteilung kam: Der Vermisste wurde durch die EinsatzkrĂ€fte aus Nidderau im Wald gefunden – er lebt. „Als dieser Funkspruch kam, hatten wir alle GĂ€nsehaut“, erinnert sich Leidner. Der verletzte Senior wurde durch die Feuerwehr aus dem Wald gerettet und an den Rettungsdienst ĂŒbergeben.

Erleichtert und unendlich dankbar zeigten sich die Angehörigen „Wir möchten allen Helfern einfach nur danken. So viele Menschen haben mitgeholfen, unzĂ€hlige Nachrichten haben uns erreicht, jeder hat mit uns gebangt – wir sind einfach nur glĂŒcklich“, so die Familie, die sich auf diesem Wege bei allen Helfern bedanken möchten.

Nidderaus BĂŒrgermeister Andreas BĂ€r, der sich stĂ€ndig bei der Einsatzleitung der Feuerwehr auf dem laufenden hielt, war bewegt „Ich glaube, uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen. Unsere Stadt kann stolz auf die zahlreichen Helfer von Feuerwehr, Polizei, Hundestaffel, Rotes Kreuz und den unzĂ€hligen Mitmenschen aus der Bevölkerung sein“, so BĂ€r.

„Wirklich jeder hat in irgendeiner Weise mitgeholfen“ ist sich Leidner sicher. Ein örtlicher BĂ€cker, ein Lebensmittelmarkt, ein GetrĂ€nkehĂ€ndler und das DRK Nidderau versorgten selbstlos und innerhalb von kĂŒrzester Zeit die EinsatzkrĂ€fte mit GetrĂ€nken und Speisen, „auch das ist wichtig und wird im Hintergrund mit organisiert“, weiß Leidner.

Leidner und MĂŒller sind sich nach diesem erfolgreichen Einsatz sicher, so einen Aufwand wĂŒrden sie bei einem Ă€hnlichen Einsatz wieder aufbringen. Das sich diese Beharrlichkeit gelohnt hatte, zeige schließlich dieser Einsatz – ein Menschenleben wurde gerettet.